Mein Pflegebudget https://www.meinpflegebudget.de ... bringt Licht in den Pflegedschungel! Sat, 17 Jun 2017 16:50:12 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.8 Transparenz und Kontrolle gegen Abrechnungsbetrug https://www.meinpflegebudget.de/transparenz-und-kontrolle/ https://www.meinpflegebudget.de/transparenz-und-kontrolle/#respond Mon, 05 Jun 2017 12:18:09 +0000 https://www.meinpflegebudget.de/?p=8527 Transparenz und Kontrolle gegen schwarze Scharfe.

Die aktuellen und schlimmen Abrechnungsbetrügereien in Berlin, NRW und anderen Regionen zeigen, dass Kontrolle und Transparenz über die Leistungen der Pflegeversicherung für jeden wichtige Themen sind.

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Die aktuellen und schlimmen Abrechnungsbetrügereien in Berlin, NRW und anderen Regionen zeigen, dass Kontrolle und Transparenz über die Leistungen der Pflegeversicherung für jeden wichtig ist.

Bei den aufgedeckten 230 Fällen handelt es sich um sehr schwarze Scharfe in der Pflegebranche, die ein ausgeklügeltes Betrugssystem genutzt haben. Damit darf man aber keinesfalls die über 13.000 ambulanten Pflegedienste und ihre Pflege-experten/innen unter Generalverdacht stellen.

Betrügereien auf breiter Front begegnen

„Um aber die vielen anderen Formen des Abrechnungsbetrugs auf breiter Front in den Griff zu bekommen“, ist laut Prof. Karl Lauterbach in der BR2-Sendung „Tagesgespräch: Betrugsverdacht bei Pflegediensten…“ „mehr Transparenz notwendig“.

„Die Qualitätskontrolle und Kostenkontrolle in der Pflege muss zum Betroffenen“, fordert der Pflege-Experte Christoph Jaschke von Transparency im „Tagesgespräch“.

Die (tatsächlich) erbrachten Pflegeleistungen müssen wie beim Privatversicherten jedem Leistungsempfänger „verständlich“ dokumentiert und zur Verfügung gestellt werden.

Er merkt aber auch an, dass die bisherigen Lösungen (anfordern einer Patientenquittung) fast schon ein Hochschulstudium erfordere.

Hier kann die gesamte Sendung „Tagesgespräch“ in der BR-Mediathek angeschaut werden.

Transparenz über das eigene Budget

Wer sich selber im komplexen Pflegesystem mehr Transparenz und Kontrolle beim Pflegebudget verschaffen möchte, kann dies mit dem Pflegebudget-Rechner in 11 Leistungsbereichen relativ einfach erledigen.

Die Beschäftigung mit dem eigenen Pflegebudget sensibilisiert darüber hinaus für die Fragestellung, ob die Familie überhaupt alle Ansprüche kennt und ggfs. auch schon zur Entlastung und Pflegeverbesserung nutzt.

Um die 11 wesentlichen Leistungsbereiche des Rechners vorzustellen, habe ich diese in einem kurzen Video aufgeführt.

Hiermit soll auch deutlich werden, warum es sehr nützlich ist, sich zu registrieren und sein individuelles Pflegebudget abzuspeichern.

So erhält man dauerhaft eine aktuelle Transparenz und Kontrolle – oder anders ausgedrückt: „Licht im Pflege-Dschungel“.

Mehr Transparenz für 11 wichtige Leistungsdimensionen

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Erste Trendaussagen und 6 Tipps! Umfrage zur Pflegereform im Januar https://www.meinpflegebudget.de/erste-analysen-zur-psg-umfrage/ https://www.meinpflegebudget.de/erste-analysen-zur-psg-umfrage/#respond Wed, 15 Feb 2017 05:27:03 +0000 https://www.meinpflegebudget.de/?p=7861 Knapp 40 % der Teilnehmer gaben an, dass sie hinsichtlich der Pflegedauer keinen merkbaren Unterschied zur Situation im Dezember feststellen konnten.

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Umfrage zur Pflegereform im Januar
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Zusammenfassung und 6 Tipps vorab:

Die Gesamtzahl der Umfrage-Teilnehmer (106) und ihre Zusammensetzung lassen keine repräsentativen Aussagen und Interpretationen mit verbindlichen Rückschlüssen für alle Empfänger von Leistungen der Pflegeversicherung zu.

Trotzdem regen die Trendaussagen zum Nachdenken an. Insbesondere die fast 40 % der Sachleistungsempfänger, die im Januar mit deutlich gestiegenen Pflegebudgets keinerlei Veränderungen hinsichtlich Pflegeintensität und/oder Pflegedauer durch die Pflegedienste bemerkt haben, motivieren dazu, die eigene Situation zu überprüfen.

Für die eiligen Leser/innen sind deshalb die nachfolgenden 6 Tipps der weiteren Erläuterung der ersten Umfrage zur Pflegereform des Pflegestärkungsgesetzes PSG II vorangestellt.

Tipp 1: Bei Bezug von Kombinations-Leistung: Wenn Sie noch keine neue Vereinbarung mit ihrem Pflegedienst getroffen haben, um die zusätzlichen Mittel zu nutzen, rufen Sie dort an und bitten um einen kurzfristigen kostenlosen Beratungstermin nach § 37.

Tipp 2: Lassen Sie sich eine aktuelle Preisliste des Dienstleistungsangebots schicken/mitbringen, damit sie den Beratungstermin besser vorbereiten können.

Tipp 3: Bei ausschließlichem Bezug von Sachleistung: Erkundigen Sie sich bei Ihrem Ambulanten Pflegedienst, wie viel des neuen Gesamtbudgets tatsächlich im Januar verbraucht wurde. Klären Sie, ob die Pflegekassen über nicht verbrauchtes Restbudget informiert wurde. Wurde die Kombinationsleistung beantragt, um dieses Geld zu sichern?

Tipp 4: Sollte ihr Budget nicht ausgeschöpft worden sein und ihre Familie vermutlich auch im Februar das zur Verfügung stehende Budget nicht ausnutzen wird, sollten Sie umgehend einen Wechsel zur Kombinationsleistung „ohne vordefinierte Aufteilung des Pflege-Mix“ beantragen. Nutzen Sie hierfür das Formular im Antrags-Generator (siehe nebenstehender Link).

Tipp 5: Bei ausschließlichem Bezug von Pflegegeld: Überprüfen Sie, ob die zusätzlichen Gelder nicht sinnvoller zur Entlastung der pflegenden Angehörigen durch die Hinzunahme von Sachleistungen genutzt werden können. Ggf. einen Antrag auf Wechsel zur Kombinationsleistung stellen.

Tipp 6: Nutzen Sie den kostenlosen Pflegebudget-Rechner, um immer die volle Kontrolle über Ihre gesamtes Pflegebudget und den Überblick darüber zu haben.

Hier geht’s zur Formular-Vorlage.

Im Formular ist eine Formulierung gewählt, den Antrag rückwirkend bereits ab Januar zu bestätigen, um ggf. nicht genutztes Budget zu sichern.

Ob dem zugestimmt wird, ist sicherlich von Pflegekasse zu Pflegekasse unterschiedlich und hängt von der kulanten Einstellung der Organisation und ihrer Mitarbeiter ab.

Da sind die Millionen geblieben!

Gut 1/3 mehr Monats-Budget. Über 300 Mio. € mehr Budget als 2016 zur Pflegeunterstützung – so viel mehr Pflegegeld und Pflegesachleistungs-Budget sollte den Familien der Pflegeempfänger im Januar zusätzlich zur Verfügung gestanden haben.

Ist das angekommen?

Ziel der Umfrage war es, ein erstes Stimmungsbild zu dokumentieren, ob und wie die Neuerungen des Pflegestärkungsgesetzes tatsächlich bei den Betroffenen ankammen.

Hierzu wurde in den Facebook-Gruppen für Betroffene, pflegende Angehörige und professionell für die Pflege und Betreuung tätige Menschen um die Teilnahme gebeten.

Insgesamt wurden von 87 Familien mit Empfängern von Leistungen der Pflegeversicherung und 19

Pflegefach- und Betreuungskräften Einschätzungen abgegeben.

Die Struktur der Schwere des pflegerischen Unterstützungsbedarfs bei den teilnehmenden Familien ist nicht repräsentativ zur Gesamtheit in Deutschland.

So ist die Pflegestufe 1 deutlich unterrepräsentiert und dafür die beiden Stufen 1 und 2 mit eingeschränkter Alltagskompetenz deutlich überrepräsentiert (s. Torten-Grafik unten).

Aufgrund dieser Tatsache und er insgesamt geringen Fallzahl macht eine Betrachtung der Ergebnisse auf der Ebene einzelner Pflegestufen keinen Sinn.
Im Folgenden werden daher die Ergebnisse als Trendaussage nur für die jeweiligen Gruppen ausgewiesen.

Pflegegeld – kaum für zusätzliche Unterstützung

Die monatlichen Aufstockungen der Pflegegeld-Zahlungen lagen zwischen 0 € bei der Pflegestufe 3 am unteren Ende und 229 € bei der PS 1 mit eingeschränkter Alltagskompetenz im oberen Bereich.

Die Teilnehmer mit Pflegestufe 3 äußerten sich dementsprechend enttäuscht, da die Steigerung der Lebenshaltungskosten zu einer tatsächlichen Verschlechterung ihrer Situation geführt hat.

Der Großteil der Teilnehmer nutzen bisher das zusätzliche Geld, um den Pflegeaufwand der bisher pflegenden Angehörigen zu verbessern. 67 % gaben an, hierfür das Geld einzusetzen.

Vermutlich muss dieser Anteil um diejenigen 19 % erhöht werden, die sich bisher vergeblich um zusätzliche Pflegeunterstützung bemüht hatten.

Für einen größere Darstellung bitte auf das Bild klicken.
Lediglich 14 % gaben an, dass es ihnen gelungen war, mit dem zusätzlichen Geld auch zusätzliche Pflegeleistung zu organisieren.

Fast 1/3 der Teilnehmer beurteilten die Beratungsleistung der Pflegekassen bei der Umsetzung der neuen Fördermöglichkeiten als nur ausreichend oder mangelhaft.

Für fast die Hälfte war diese „befriedigend“ und 1/4 beurteilten sie mit der Schulnote 2 (gut).

Pflegesachleistung und Kombinationsleistung – fast 40 % sehen keine Verbesserung

Wie beim Pflegegeld werden auch bei den Sachleistungen die knapp 240.000 der Leistungsempfänger mit einer eingeschränkten Alltagskompetenz stärker bei den Leistungssteigerungen berücksichtigt.

Zwischen 24 % und 198 % werden die Leistungen hier angehoben – in der Spitze um 609 € im Monat.

Und, wie schon beim Pflegegeld zeigen sich die bisherigen Empfänger der Pflegestufe 3 sehr enttäuscht. Auch hier hat der Gesetzgeber ein 0-Runde verordnet.

Wie zu befürchten war, erhöhten wohl viele Pflegedienste ihre Preise zum Jahresbeginn – so der Tenor in den verschiedenen Foren.

Um bei gestiegenen Pflegekosten die gleiche Leistung abzusichern, muss bei bereits ausgeschöpften Budget aus eigener Tasche draufgezahlt werden.

Hier hätte der Gesetzgeber sicherlich durch eine gerechtere Verteilung bei über 50.000 Familien der ehemaligen Pflegestufe 3 (jetzt Pflegegrad 4) eine bessere Situation gestalten können.

… kein merkbarer Unterschied

Knapp 40 % der Teilnehmer gaben an, dass sie hinsichtlich der Pflegedauer und/oder Intensität keinen merkbaren Unterschied zur Situation im Dezember feststellen konnten.

Diese Einschätzung wird durch die Betreuungs- und Pflegefachkräfte gestützt, die zu 37 % „Keine außergewöhnliche Veränderung“ gegenüber dem Vormonat hinsichtlich ihres Arbeitseinsätze bemerkt haben.

Einen Mehraufwand der Pflegedienste im Januar konnten insgesamt 45 % feststellen, davon 17 % sogar eine deutlichere Leistungssteigerung.

Diese Feststellung sollte eigentlich nicht überraschend zur Kenntnis genommen worden sein.

Für einen größere Darstellung bitte auf das Bild klicken.

Im Vorfeld sollte eine Vorplanung einer veränderten/verbesserten Pflegesituation abgestimmt und per aktualisierten Kostenvoranschlag mit den Familien vereinbart worden sein.

Mir wurde berichtet, dass Ambulante Pflegedienste bewusst auf eine intensivere Beratung der Kunden verzichtet haben, da sie mangels zusätzlicher Pflegefachkräfte einen möglichen Mehraufwand hätten gar nicht mit dem bestehenden Personal ableisten können.

Bei den ca. 425.000 Familien, die sich für eine Kombinationspflege entschieden haben, sollten die Pflegekassen eigentlich automatisch das nicht genutzt Geld aus der Leistungserhöhung in Form einer gesteigerten Pflegegeld-Zahlung ausgleichen.

Sie sollten das auf ihren Kontoauszügen unbedingt nachprüfen.

Bei den Empfängern von reiner Sachleistung (ca. 190.000) muss dieser Automatismus jedoch nicht zwangsläufig erfolgen.

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Ambulanten Pflegedienst, wieviel des neuen Gesamtbudgets tatsächlich verbraucht wurde.

Fragen sie nach, ob Ihr Pflegedienst die Pflegekassen über nicht verbrauchtes Restbudget informiert hat (sofern es welches gab) und ob dann ein Wechsel zur Kombinationsleistung für Sie beantragt wurde.

Sollten Sie feststellen, dass hier noch nichts unternommen wurde und ihre Familie vermutlich auch im Februar das zur Verfügung stehende Budget nicht ausnutzen wird, sollten Sie umgehend einen Wechsel zur Kombinationsleistung „ohne vordefinierte Aufteilung des Pflege-Mix“ beantragen.

Eine Vorlage hierfür finden Sie im Antrags-Generator.

Im Formular ist eine Formulierung gewählt, den Antrag rückwirkend bereits ab Januar zu bestätigen, um ggfs. nicht genutztes Budget zu sichern.

Ob dem zugestimmt wird, ist sicherlich von Pflegekasse zu Pflegekasse unterschiedlich und hängt von der kulanten Einstellung der Organisation und ihrer Mitarbeiter ab.

Über 70 % der Teilnehmer bescheinigen den Ambulanten Pflegediensten eine mindestens befriedigende Kommunikations- und Beratungsleistung bei der Umstellung der Pflegereform.

Bei den Pflegekassen ist dies mit nur 56 % nicht so deutlich ausgeprägt.

Fazit

Wenn fast 40 % der Familien mit Sachleistungsbezug keinen nennenswerten Unterschied gegenüber der Versorgungssituation im Dezember des vergangenen Jahres verspüren, dann können sicherlich verschiedene Gründe hierfür verantwortlich sein.

Sollte jedoch ein Mangel an qualifizierten Pflegefachkräften und/oder Betreuungskräften der Grund für diese Situation sein, dann würden die Reformbemühungen zumindest in einem wesentlichen Teil noch nicht richtig greifen. Die gedachte Verbesserung kommt dann noch nicht in den Familien an.

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Umfrage zur Pflegereform im Januar
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Sag mir, wo die Millionen sind. https://www.meinpflegebudget.de/sag-mir-wo-die-millionen-sind/ https://www.meinpflegebudget.de/sag-mir-wo-die-millionen-sind/#comments Tue, 07 Feb 2017 12:06:42 +0000 https://www.meinpflegebudget.de/?p=7538 Der Beitrag Sag mir, wo die Millionen sind. erschien zuerst auf Mein Pflegebudget.

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Wo sind die Millionen geblieben?

Über 300.000.000 € mehr Budget zur Pflegeunterstützung – so viel mehr Pflegegeld und Pflegesachleistungs-Budget sollte den Familien der Pflegeempfänger im Januar zusätzlich zur Verfügung gestanden haben.

Das ist gut 1/3 mehr Monats-Budget als 2016.

Durch die Ambulanten Pflegedienste müssten dabei fast mehr als 40 % zusätzlich an Stunden-Leistungen erbracht worden sein.

  • Haben Sie als pflegender Angehöriger und/oder Pflegeempfänger das gespürt?
  • Sind Sie als ohnehin schon oft überlastete Pflegefachkraft vor noch mehr Arbeit nicht in den Schlaf gekommen?
  • Oder hat sich Ihr Kollegenkreis zum Jahresbeginn so deutlich erweitert, dass der Mehraufwand geschultert werden konnte?

Fragen über Fragen! Was ist wirklich bei Ihnen angekommen?

Machen Sie mit beim ersten großen Stimmungsbild zur Pflegereform (PSG II) 2017:

Sagen Sie,
wo die Millionen geblieben sind.

Klicken Sie sich bequem durch die drei kurzen Fragen, nachdem Sie Ihre Situation (antworten als …) ausgewählt haben. In ein bis zwei Minuten sind Sie schon fertig.

Am kommenden Freitag werden die Antworten auf die Frage: „Wo sind die 300 Millionen Euro geblieben“ als erste Trend-Aussage hier im Blog und auf Facebook veröffentlicht. Die Umfrage endet am Sonntag um 23:59 Uhr. Am Montag steht dann der erste Monatsreport zur Verfügung.

Hier geht es zur Umfrage:

Bitte hier mit Ihren Daten anmelden.

Oder, wenn Sie noch nicht für den Pflegebudget-Rechner registriert sind, können Sie sich auch mit folgenden Daten anmelden:

Die Umfrage wurde am 13.2.2017 um 23:59 Uhr beendet.

Hintergrundinformationen zur Umfrage

Bis Ende 2017 dürften ca. 3,26 Mio. Menschen Bezieher von Leistungen der Pflegeversicherung in Deutschland sein.

In der jetzigen Umfrage werden aber nur diejenigen berücksichtigt, die bereits im letzten Jahr Pflegegeld, Pflegesach-leistung oder eine Kombination von beiden erhalten haben.

Die mit der Umwandlung der Pflegestufen in Pflegegrade einhergehende Veränderung der Leistungen können Sie bei Interesse an Daten, Zahlen, Fakten weiter unten nachvollziehen.

Hierfür bitte die folgenden Info-Boxen öffnen.

Für einen größere Darstellung bitte auf das Bild klicken.

Anzahl der Leistungsempfänger der Pflegeversicherung

Leistungsempfänger Pflegeversicherung

Alle Leistungssteigerungen auf einen Blick

Entwicklung der Pflegeleistungen gesamt

Entwicklung der Pflegesachleistungen

Entwicklung der Pflegesachleistungen gesamt

Entwicklung der Kombinations-Leistungen

Entwicklung der Kombinations-Leistungen

Entwicklung des Pflegegeldes

Entwicklung des Pflegegeldes

Anmerkungen zu den Daten und Prognosen:
Alle aufgezeigten Entwicklungen basieren auf den Leistungsangaben des SGB XI sowie den statistischen Daten verschiedener glaubwürdiger Quellen. Die Prognosefaktoren sind von mir selbst entwickelt und im Sinne eines best practices pragmatisch umgesetzt. Die Daten erheben nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Aussage. Wer andere und plausiblere Prognosen aufzeigen kann, darf sich gern bei mir melden.

Zeitplan

Die Umfrage läuft bis zum kommenden Montag, den 13.2., 23:59 Uhr. Der Report erscheint dann am Dienstagvormittag.

Die Nutzer des Pflegebudget-Rechners und die Newsletter-Abonnenten erhalten eine Vorab-Version bereits am Donnerstagabend.

Wenn Sie noch nicht bei MeinPflegebudget.de angemeldet sind, können Sie dies gern hier direkt nachholen:

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7 Tipps zur Verhinderungspflege https://www.meinpflegebudget.de/7-tipps-zur-verhinderungspflege/ https://www.meinpflegebudget.de/7-tipps-zur-verhinderungspflege/#comments Thu, 02 Feb 2017 17:45:34 +0000 https://www.meinpflegebudget.de/?p=7427 Rund um die Verhinderungspflege kommt es immer wieder zu Fragen und Irritationen.
Mit den nachfolgenden 7 Tipps möchte ich Ihnen helfen, die Verhinderungspflege für Ihre Familie optimal zu nutzen.

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Grundlegendes zur Verhinderungspflege vorweg

Rund um die Verhinderungspflege kommt es immer wieder zu Fragen und Irritationen.

Mit den nachfolgenden 7 Tipps möchte ich Ihnen helfen, die Verhinderungspflege für Ihre Familie optimal zu nutzen.

  • 1. Sechs-Monate-Vorpflege-Regelung richtig verstehen
  • 2. Abwägen, wer die Verhinderungspflege übernimmt
  • 3. Sonstige Aufwendungen der Verhinderungspflege dokumentieren
  • 4. Erzielung von Erwerbseinkommen
  • 5. Verhinderungspflege-Budget aufstocken
  • 6. Verjährungsfristen nutzen
  • 7. Verhinderungspflege mit Pflegebudget-Rechner planen

Vorab Antworten auf sechs grundsätzliche Fragen:

A. Für wen wird Verhinderungspflege geleistet?

Mit dem Budget der Verhinderungspflege wird eine Pflegevertretung in der häuslichen Pflege finanziert, wenn die angemeldete Pflegeperson aus welchen Gründen auch immer vorübergehend ausfällt und/oder eine Pause und Auszeit benötigt.

In der Regel wird bei der Erstbegutachtung mindestens eine Person (Angehörige, der Lebenspartner, Nachbarn, Bekannte oder sonstige Personen, die einen Pflegeempfänger nicht erwerbsmäßig in der Häuslichkeit pflegen) als Pflegeperson benannt.

Ist dies nicht geschehen oder hat später ein Wechsel/Ergänzung stattgefunden, kann diese Person auch nachträglich nachgemeldet werden.

Die Pflegeperson muss nicht die Bedingungen zur sozialen Absicherung (§44 SGB XI) erfüllen (mindestens 10 Stunden an mindestens 2 Tagen Pflege, etc.), es reicht die regelmäßige Pflege beim Leistungsempfänger.

Sollte z. B. bei Bezug von 100% Pflegesachleistung und Hauptpflege durch einen Ambulanten Pflegedienst bisher keine Pflegeperson angegeben worden sein, kann diese nachträglich gemeldet werden. Im Fall der Verhinderung dieser Pflegeperson kann die Bezahlung einer anderen Person mit dem Budget der Verhinderungspflege erfolgen.

Diese Konstellation ist nicht ungewöhnlich, da oft das Pflegebudget durch den Ambulanten Dienst komplett verbraucht wird und die Pflegeperson dann ehrenamtlich tätig ist oder vom Gehalt, Rente oder Rücklagen des Pflegeempfängers bezahlt wird. Die Notwendigkeit einer Anmeldung wurde dann oft nicht als notwendig angesehen.

B. Wer kann Verhinderungspflege leisten ?

  • Erwerbsmäßige Pflege (Ambulante Pflegedienste, familienentlastende Dienste)
  • Nicht erwerbsmäßige Pflege (Nachbarn, Bekannte, Verwandte 3. Grades)
  • Pflegepersonen, die bis zum 2. Grad verwandt oder verschwägert sind oder im selben Haushalt leben

C. Muss die Verhinderung begründet werden?

Nein.
Ein besonderer Grund für die Verhinderung muss nicht angegeben werden (es besteht auch keine Nachweispflicht – z. B. Urlaubsbuchung).

Oft wird in den Antragsformularen der Pflegekassen trotzdem nach den Gründen gefragt (Urlaub, Krankheit etc.). Kreuzen Sie einfach „sonstiges“ an, wenn Sie nicht möchten, dass Ihnen jemand Fragen stellt. Sie kommen dann auch nicht in Erklärungsnot, wenn Sie z. B. die stundenweise Verhinderungspflege beantragen und/oder abrechnen möchten.

D. Wie lang und wie viel?

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten der Verhinderungspflege bis maximal 1.612 € pro Jahr.

Sie kann maximal für sechs Wochen (42 Tage) im Jahr von Ihnen beansprucht werden.

Eine Aufstockung durch Umwandlung des Kurzzeitpflege-Budgets in Höhe von maximal 806 € (50%) ist möglich.

E. Besteht eine Antragspflicht im Voraus?

Nein.
Sie können, müssen aber keinen Antrag im Vorfeld stellen. Es reicht, wenn Sie die Leistung mit der Abrechnung nachträglich beantragen.

F. Gibt es zu erfüllende Voraussetzungen für die Verhinderungspflege ?

Ja.
Es muss mindestens der Pflegerad 2 vorliegen.

Die antragsberechtigte Person muss über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten gepflegt worden sein, bevor die Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden kann.

Und genau hier beginnt der erste Tipp für Sie:

7 Tipps zur Verhinderungspflege

1. Tipp:

Sechs Monate Pflegezeitraum richtig verstehen

In vielen Informationen wird missverständlich, verkürzt oder falsch über diese Antragsbedingung geschrieben.

In den Antragsformularen einiger Pflegekassen heisst es beispielsweise:

Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat.

Das ist nicht richtig. Es ist nicht erforderlich, dass dieselbe Pflegeperson, für die die Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden soll, den Pflegebedürftigen sechs Monate gepflegt haben muss. Es ist egal, welche Personen sich in den vergangenen sechs Monaten um die Pflege gekümmert haben.

Auch muss die Pflege in diesem Zeitraum nicht ununterbrochen ausgeführt worden sein. Pausen von unter vier Wochen sind möglich, ohne dass sich der Gesamtzeitraum verlängert.

Die Anforderung, dass mindestens der Pflegegrad 2 vorliegt, ist auch nicht an die 6-Monats-Frist gebunden.

Lediglich zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme der Verhinderungspflege muss der Pflegegrad gegeben sein.

Wenn der Antrag auf Pflegegrad-Einstufung im Januar gestellt wurde, die eigentliche Pflege aber schon seit August des Vorjahres stattfindet, kann die Pflegeperson die entlastende Verhinderungspflege ab Februar in Anspruch nehmen.

Prüfen Sie daher bitte, ab wann gepflegt wurde und versuchen ggfs. für diesen Zeitpunkt nachträglich eine Bestätigung über die Notwendigkeit von pflegerischen Maßnahmen vom Hausarzt zu bekommen.

Bedenken Sie bitte, dass sich das pflegerische Spektrum mit dem neuen Pflegebedürdftigkeitsbegriff deutlich erweitert hat.

2. Tipp:

Abwägen, wer die Verhinderungspflege übernimmt

Prinzipiell steht jedem ein Verhinderungspflege Budget in Höhe von 1.612 € jährlich zur Verfügung.

Wenn die Verhinderungspflege jedoch von einer Ersatz-Pflegepersonen übernommen wird, die mit dem Antragsberechtigten bis zum 2. Grad verwandt oder verschwägert ist oder im selben Haushalt lebt, kann nur ein reduzierter Betrag abgerechnet werden.

Dieser reduzierte Betrag orientiert sich am Pflegegeld, das praktisch oder theoretisch (falls z. B. Kombinationsleistung oder ausschließlich Pflegesachleistung) bezogen wird, für den jeweiligen Pflegegrad zur Verfügung steht/stehen würde.

Konkret wird maximal das 1,5 fache des Pflegegeldes gezahlt:

Verhinderungspflege-Budget für 2. Grad pro Jahr
PG Pflegegeld Zuschlag Gesamt
2 316,00 € 158,00 € 474,00 €
3 545,00 € 272,50 € 817,50 €
4 728,00 € 364,00 € 1.092,00 €
5 901,00 € 450,50 € 1.351,50 €

Eine Beispiel-Rechnung soll den Unterschied deutlich machen:

Die Ehefrau eines Antragsberechtigten mit dem Pflegegrad 3 kann für 11 Tage die Pflege ihres Mannes nicht wahrnehmen. Die Schwiegertochter und deren Schwester bieten dem Rentnerpaar ihre Hilfen an.

Die tägliche Pflege und/oder Betreuung beansprucht 8 Stunden, insgesamt also 88 Stunden.

Als Aufwandsentschädigung sollen die Frauen jeweils 16 Euro die Stunden bekommen, 1.408 € gesamt (88*16=1.408).

Entscheidet sich die Familie für die Unterstützung durch die Schwester der Schwiegertochter (nicht bis zum 2. Grad verwand oder verschwägert) können die anfallenden Kosten in Höhe von 1.408 € komplett von der Pflegekasse erstattet werden.

Soll hingegen die Schwiegertochter die Verhinderungspflege übernehmen wird lediglich der 1,5 fache Betrag des Pflegegelds von 545 € abgerechnet. Dies sind 817,50 €.

Die Differenz zum Rechnungsbetrag über 1.408 € in Höhe von 590,50 € müsste als Eigenanteil von der Rente des Antragstellers finanziert werden.

Für 9 der 11 Tage Verhinderung wird das Pflegegeld der eigentlichen Pflegeperson um 50 % gekürzt. Die Familie erhält 87,59 € weniger Pflegegeld.

Die gesamte Belastung durch diese zweite Beantragungs-Alternative (Schwiegertochter statt ihrer Schwester) würde für 88 Stunden Verhinderungspflege somit 678,09 € betragen.

Die Überlegung, wer die Verhinderungspflege durchführt und abrechnet sollte also sorgfältig abgewogen werden, wenn entsprechende Alternativen zur Verfügung stehen.

Hier noch eine Übersicht mit den gesetzlichen Bestimmungen zum Verwandtschaftsverhältnis:

Verwandte und Verschwägerte (§ 1590 BGB)

Verwandte des Pflegebedürftigen bis zum zweiten Grade sind:

  • Eltern,
  • Kinder (einschließlich der für ehelich erklärten und angenommenen Kinder),
  • Großeltern,
  • Enkelkinder
  • Geschwister

Verschwägerte des Pflegebedürftigen bis zum zweiten Grade sind:

  • Stiefeltern,
  • Stiefkinder,
  • Stiefenkelkinder (Enkelkinder des Ehegatten),
  • Schwiegereltern,
  • Schwiegerkinder (Schwiegersohn/Schwiegertochter),
  • Schwiegerenkel (Ehegatten der Enkelkinder),
  • Großeltern der Ehegatten,
  • Stiefgroßeltern,
  • Schwager/Schwägerin.

3. Tipp:

Sonstige Aufwendungen der Verhinderungspflege dokumentieren

Neben den Aufwendungen für die geleistete Pflegezeit können auch weitere Kosten (z.B. Fahrtkosten, Verdienstausfall) für die Verhinderungspflege mit der Pflegekasse abgerechnet werden.

Im Beispiel oben wurden für die Verhinderungspflege durch die Schwiegertochter nur 817,50 € berücksichtigt (1,5 fache des Pflegegeldes des Pflegegrades 3). Bis zum Gesamtbudget der Verhinderungspflege von 1.612 € verbleibt noch ein Restbetrag von 794,50 €.

Auch wenn das Verhinderungspflege Budget für Pflegepersonen, die bis zum 2. Grad verwandt oder verschwägert sind oder im selben Haushalt leben, aufgebraucht wurde, können mit dem Restguthaben noch z. B. angefallenen Fahrtkosten geltend gemacht werden.

Die Schwiegertochter könnte bei einer Fahrstrecke von jeweils 60 km zusätzlich 264 € abrechnen (60*2*11*0,20€=264 €). Diese Aufwendungen müssen lediglich dokumentiert, nicht aber durch Tankbelege nachgewiesen werden.

Sammeln Sie bitte alle Belege für Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Verhinderungspflege angefallen sind oder dokumentieren solche.

Hinweis: Mit dem Restbudget können auch noch andere Pflegepersonen, wie im Beispiel oben die Schwester der Schwiegertochter, oder ein Ambulanter Pflegedienst für die Verhinderungspflege finanziert werden.

4. Tipp:

Erzielung von Erwerbseinkommen

Den Gesamtbetrag von 1.612 € können auch von Pflegepersonen, die bis zum 2. Grad verwandt oder verschwägert sind oder im selben Haushalt leben, komplett für Verhinderungspflege aufgebraucht werden.

Eine Beschränkung auf das 1,5 fache des Pflegegeldes findet nicht statt, wenn diese Tätigkeit der Erzielung von Erwerbseinkommen dient.

Diese Absicht wird vom Gesetzgeber dann unterstellt, wenn die Verhinderungspflege sich über den gesamten Zeitraum von mindestens sechs Wochen (42 Tage) und länger erstreckt.

Wenn die Pflegeperson beispielsweise für 44 Tage verhindert ist und ihr Bruder täglich für 4 Stunden die Verhinderungspflege übernimmt und hierfür einen Stundenlohn von 14 € bekommt, können die kompletten 1.612 € zur Bezahlung der Gesamtrechnung von 2.464 € genutzt werden.

Ist das Kurzzeitpflege Budget noch nicht verbraucht, können maximal 50 % hiervon zur Aufstockung des Verhinderungspflege Budgets genutzt werden. Es stünden dann insgesamt 2.418 € für den Ausgleich der 2.464 € zur Verfügung. Der Eigenanteil wären dann nur noch die verbleibenden 46€.

5. Tipp:

Stundenweise Verhinderungspflege

Im Eingangsbeispiel oben ist die Ehefrau für 11 komplette Tage verhindert.

Für den ersten und letzten Tag bekommt sie ihr Pflegegeld zu 100 % angerechnet. Für die 9 Tage dazwischen wird ihr Anspruch um 50 % gekürzt.

Das Pflegegeld reduziert sich für diesen Monat von 545 € um 87,59 € auf nur noch 457,41 €.

Wenn sie die notwendige Entlastung statt auf 11 Tage beispielsweise auf 22 Tage organisieren könnte, hierfür aber weniger als 8 Stunden täglich von der Pflege abwesend wäre, hätte sie für die kompletten 22 Tage den vollen Anspruch von 100 % ihres Pflegegeldes (545 €).

Ein weitere Vorteil wäre, dass ihr zeitlicher Anspruch von Maximal 42 Tagen im Jahr sich nicht um die 11 Tage auf nur noch 31 Tage reduziert.

Die stundenweise Verhinderungspflege mit einer Abwesenheitszeit von unter 8 Stunden wird nicht auf das Zeitguthaben angerechnet. Es verbleiben trotz der 22 Tage die gesamten 42 Tage Anspruch.

6. Tipp:

Verjährungsfristen nutzen

2015 hatten über 2,0 Mio. Familien Anspruch auf Verhinderungspflege. Laut dem 6. Bericht der Bundesregierung über den Stand der Pflegeversorgung haben jedoch nur 1,3 Mio. von ihnen die Verhinderungspflege in Anspruch genommen.

Wenn ihre Familie zu den 700.000 Familien gehört, die eventuell nicht wussten, dass die Kosten für die Ersatzpflege bei Verhinderung der Pflegeperson von der Pflegekasse bis zu einem Grenzbetrag ausgeglichen wurde, können Sie die Inanspruchnahme auch jetzt noch nachholen.

Aufgrund der Verjährungsregelungen in der Sozialen Gesetzgebung (§45 SGB I) verjähren berechtigte Ansprüche erst nach dem vierten Jahr, das nach dem Jahr der Anspruchsberechtigung folgt.

Hatten Sie also im Januar 2013 eine Ersatzpflege organisiert und hierfür entsprechende Aufwände können Sie diese jetzt noch bei Ihrer Pflegekasse als Abrechnung einreichen und damit gleichzeitig für das entsprechende Jahr beantragen.

Der nachfolgenden Übersicht können Sie die für das jeweilige Jahr gültigen Höchstbeträge entnehmen:

Verhinderungspflege-Budget 2013- 2017
Jahr Verhinderungspflege Aufstockung
Kurzzeitpflege
Maximales
Budget
Pflegegeld
Faktor
2017 1.612 € 806 € 2.418 € 1,5
2016 1.612 € 806 € 2.418 € 1,5
2015 1.612 €   1.612 € 1,5
2014 1.550 €   1.550 € 1,0
2013 1.550 €   1.550 € 1,0

Hinweis 1: Bitte berücksichtigen Sie, dass Sie mit einer nachtäglichen Kürzung ihres bezogenen Pflegegeldes rechnen müssen, wenn Sie für die relevanten Zeiträume eine tageweise Verhinderungspflege abrechnen wollen.

Bei einer stundenweisen Verhinderungspflege mit einer Verhinderungszeit der Pflegeperson von täglich weniger als 8 Stunden erfolgt keine Rückforderung des ausgezahlten Pflegegeldes.

Hinweis 2: Besteht Anspruch auf Beihilfe, wie z. B. bei Beamten, reduziert sich die Höhe der Leistung jeweils auf die Hälfte gegenüber der Pflegekasse. Die andere Hälfte ist bei der Beihilfestelle zu beantragen.

Der Verjährungsparagraph § 45 SGB I sichert die Ansprüche rückwirkend für vier Jahre aber nur aus dem § 39 SGB XI ab.

Für die Ansprüche gegenüber der Beihilfestelle können andere Regelung greifen. In einem Widerspruchsverfahren vor dem Verwaltungsgericht Köln (AKZ: 19 K 3694/13 ) wurde in einem ähnlichen zurückliegenden Pflege-Leistungsanspruch, die Klage abgewiesen.

Danach regelt die Beihilfenverordnung in Nordrhein-Westfalen, dass eine Beihilfe nur gewährt wird, wenn sie innerhalb eines Jahres nach Entstehen der Aufwendungen, spätestens jedoch ein Jahr nach der ersten Ausstellung der Rechnung beantragt wird (§ 3 Abs. 5 Satz 2 BVO NRW).

Ihre nachträgliche Anmeldung der getrennten Ansprüche sollte diesen Umstand berücksichtigen. Klären Sie dies bitte im Vorfeld direkt mit den Mitarbeitern der Beihilfestelle.

7. Tipp:

Verhinderungspflege mit Pflegebudget-Rechner planen

Um immer einen guten Überblick über den Einsatz der Verhinderungspflege Budgets zu haben, empfiehlt es sich, diese im Voraus zu planen.

Ob regelmäßige Entlastungen pro Woche/Monat oder längere Zeiträume als Urlaub, tragen Sie Ihre Wünsche in Ihren Pflegebudget-Rechner ein und erkenne so frühzeitig, ob Sie Gelder der Kurzzeitpflege umwandeln sollten. Alternativ oder ergänzend können Sie eventuell auch bis zu 40 % des Sachleistungsbudgets in relevanten Monaten für Entlastungsleistungen umwandeln.

Wenn Sie regelmäßig den Überblick über alle ihre Ansprüche haben, können Sie eventuell deutlich mehr an Pflege für Ihre liebsten und für Ihre eigenen Entlastung realisieren.

Linktipp:

4c. Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI

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Hinweis: Das gesamte Informationsangebot und auch dieser Blog-Beitrag ist nicht als Rechtsberatung zu verstehen. Bitte konsultieren Sie bei Bedarf immer einen auf das Sozialrecht spezialisierten Rechtsanwalt.

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Der Beitrag 7 Tipps zur Verhinderungspflege erschien zuerst auf Mein Pflegebudget.

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